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Unsere Vision ist Handel als gleich- berechtigte, faire Kommunikation zwischen der Natur, den Erzeugern, Herstellern, Händlern und Kunden.

 
Konkret heißt das, wir wollen:
  • Soviel wie möglich hier in der Region bei Erzeugern und Herstellern einkaufen. Dabei beziehen wir auch Ware von ErzeugerInnen, die nicht oder noch nicht kontrolliert biologisch arbeiten, die jedoch keinen Kunstdünger und keine chemischen Spritzmittel verwenden.
  • Was wir in der Region nicht bekommen, von Herstellern/Großhändlern beziehen, die Wert auf möglichst kurze Transportwege und auf faire Bezahlung der Erzeuger legen
  • Was von noch weiter her kommt, soll fair gehandelt sein, d. h. z. B. Löhne, die bei nicht zu langen Arbeitszeiten zum Leben ausreichen und das Recht auf gewerkschaftliche Organisation.
  • Auch Kunden mit wenig Geld ermöglichen, bei uns einzukaufen. Mehr dazu unter Faire Schnäppchen.
Vielleicht sagen Sie jetzt, na logisch, so läuft doch wohl Bio-Vermarktung! Das stimmt leider nicht mehr so ganz.

Wohin die "freie" Marktwirtschaft auch geht -
Bio geht mit!

Auch der Bio-Handel befindet sich auf dem Weg in die freie Marktwirtschaft. Diese "Freiheit" besteht darin, Waren von dort holen zu können, wo sie am billigsten produziert werden, egal wie weit weg das ist. Leider wird dieses "Können" immer mehr zum "Müssen". Denn der Preis ist das entscheidende Kriterium. So kommen Bio-Sonnenblumenkerne heute in der Regel aus China oder Argentinien. In Ungarn wurde eine Produktion aufgebaut - und wieder eingestellt. Zu teuer. Die "Freiheit" einer Händlerin besteht also darin, zwischen Sonnenblumenkernen aus China oder aus Argentinien zu wählen. Und das ist kein Einzelfall. Achten Sie mal auf die Herkunft von Bioprodukten. Sie werden erstaunt sein.

 
"Freie" Marktwirtschaft: Die Diktatur des Billigpreises und ihre Folgen

Wer kauft nicht gern billig ein? Ganz abgesehen davon, dass manche Menschen sich teurere Produkte gar nicht (mehr) leisten können. Doch schaden wir damit letztlich auch uns selbst: Weil alles möglichst billig produziert werden "muss", wird die Produktion immer mehr in Billiglohnländer verlagert. Denn die Art von Arbeitsplätzen, die dort geschaffen werden, wollen wir hier nicht haben: Die Löhne reichen oft kaum zum Überleben, deshalb müssen Kinder mitarbeiten, Arbeitszeiten sind z. T. doppelt so lang wie bei uns, Mitgliedschaft in Gewerk-schaften führt häufig zu Entlassung. Doch infolge dieser Entwicklung gehen in Ländern mit höheren Löhnen Arbeitsplätze verloren. Mit dem Kauf von "Schnäppchen" aus Billiglohnländern unterstützen wir also nicht nur die Ausbeutung von Menschen dort und die Verschwendung von Transportenergie, sondern auch den Abbau von Arbeitsplätzen hier. Und dieser Abbau führt wiederum zu Kaufkraftverlusten, die durch noch mehr Billigprodukte ausgeglichen werden sollen.

 
Wir wollen da raus! Wollen Sie mitkommen?

Von der Autobahn ins Unterholz
Auch wenn die "freie" Marktwirtschaft die Freiheit für Händlerinnen ziemlich einschränkt - gerade im Bio-Handel gibt es doch noch viel Handlungsspielraum beim Einkauf - und den nutzen wir. Der Preis ist für uns nur ein Kriterium unter anderen, gleich wichtigen, wie z. B. Regionalität, Fairer Handel, Unabhängigkeit von internationalen Konzernen (die auch immer mehr Bio-Hersteller aufkaufen), ... Die gut ausgebaute Autobahn in die "freie" Marktwirtschaft zu verlassen ist schon manchmal schwierig: Produkte aus der Region werden oft nicht angeliefert, sondern müssen abgeholt werden, sie sehen nicht immer aus wie gemalt und schmecken nicht immer gleich, und oft sind sie auch noch teurer als überregionale Produkte. Dreimal soviel Rechnungen wollen abgeheftet und gebucht werden. Der kleine regionale Großhändler hat nicht alle Waren immer da und manche überhaupt nicht, und so ganz perfekt organisiert ist er auch nicht. Aber es macht auch immer wieder Spaß neue Wege durchs Unterholz zu bahnen!